Vorweihnachtszeit ...
Gerade eben bittet mich meine Freundin für sie den Einkauf zu übernehmen und noch schnell zum Supermarkt zu laufen. Die Lebensmittel sind knapp. Naja, schwanger - natürlich geh' ich. Aber für mich DIE Horrormeldung des Tages! Abends, wo plötzlich ALLE zur gleichen Zeit noch etwas brauchen. Während ich zum Supermarkt trödle, spielt mein Kopfkino verrückt, und zwar "High-Noon am Käseregal". Egal. Da muss ich jetzt wohl durch, also nix wie hinein, in den römischen Zirkus. Alles sorgfältig zusammengesucht eile ich zur Kassa. Und jetzt der Knaller! Eine meterlange Menschenschlange vor nur einer Kassa. Und bis auf die letzten Plätze, ganz hinten, dringt eine verzweifelte Stimme durch: "... tut mir leid, wenn's länger dauert, ich bin neu .." Und ich mitten drin!!
Doch dann passiert etwas völlig Unerwartetes. Eine Frau, ein paar Plätze vorne in der Schlange, liest in einer Tageszeitung, klappt sie zusammen und stellt sie wieder ins Regal zurück.
Ein etwas betagter Mann spricht sie darauf an. Und entgegen allen Erwartungen beanstandet er dieses Verhalten nicht, sondern fragt, was denn das Horoskop für sie bereit hielte. Aus dieser freundlichen Frage entwickelt sich ein Small-Talk über Sternendeutung und ihre Glaubwürdigkeit. Dem ist so angenehm zuzuhören, das ich die Wartezeit vergesse und schon meine Lebensmittel mit einer Ruhe aufs Band legen kann, die vorher nicht da war.
Ich bin irgendwie beeindruckt. Wie ungezwungen und spontan wildfremde Menschen an der Kassa über "Banalitäten" reden. Liegt's an der Vorweihnachtszeit, denke ich zu mir selbst? An der Vorfreude auf ein paar schöne, freie Tage mit seinen Lieben zu verbringen, die die Menschen gewogener stimmt? Oder ist diese freundliche Offenheit ein Charakterzug, den man hat oder eben nicht? Und woher kommt dann eigentlich das Klischee der "hektischen Weihnachtszeit", in Anbetracht dessen?
Ich denke jetzt nicht weiter darüber nach. Meine schwangere Freundin wartet auf den Einkauf, den ich, zugegeben etwas Stolz, sensationell erledigen konnte.
Und plötzlich fällt mir auf, dass ich den verhassten Supermarkt mit einem zufriedenen Lächeln verlasse ...
... euer Hubert L.
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Doch dann passiert etwas völlig Unerwartetes. Eine Frau, ein paar Plätze vorne in der Schlange, liest in einer Tageszeitung, klappt sie zusammen und stellt sie wieder ins Regal zurück.
Ein etwas betagter Mann spricht sie darauf an. Und entgegen allen Erwartungen beanstandet er dieses Verhalten nicht, sondern fragt, was denn das Horoskop für sie bereit hielte. Aus dieser freundlichen Frage entwickelt sich ein Small-Talk über Sternendeutung und ihre Glaubwürdigkeit. Dem ist so angenehm zuzuhören, das ich die Wartezeit vergesse und schon meine Lebensmittel mit einer Ruhe aufs Band legen kann, die vorher nicht da war.
Ich bin irgendwie beeindruckt. Wie ungezwungen und spontan wildfremde Menschen an der Kassa über "Banalitäten" reden. Liegt's an der Vorweihnachtszeit, denke ich zu mir selbst? An der Vorfreude auf ein paar schöne, freie Tage mit seinen Lieben zu verbringen, die die Menschen gewogener stimmt? Oder ist diese freundliche Offenheit ein Charakterzug, den man hat oder eben nicht? Und woher kommt dann eigentlich das Klischee der "hektischen Weihnachtszeit", in Anbetracht dessen?
Ich denke jetzt nicht weiter darüber nach. Meine schwangere Freundin wartet auf den Einkauf, den ich, zugegeben etwas Stolz, sensationell erledigen konnte.
Und plötzlich fällt mir auf, dass ich den verhassten Supermarkt mit einem zufriedenen Lächeln verlasse ...
... euer Hubert L.
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Hubert2169 - 14. Dez, 18:01